Was sie sagt, wird gehört. Lidwij Edelkoort ist eine international renommierte Trendforscherin – eine Trendforscherin, die darauf pocht, dass dies keine Wissenschaft sei, sondern eine Kunst.
Eine Kunst, “die sich aus der Notwendigkeit ergäbe. Trendforschung, im Gegensatz zum „Trendspotting“, sei in jeder Branche unverzichtbar, auch wenn sich diese Erkenntnis noch nicht in jedem Unternehmen durchgesetzt hätte. „Ich erfinde nichts Neues,“ erklärt sie. „Ich beobachte und erkenne das Verhalten und die Stimmung der Menschen und bringe es zu Papier. Ich katalysiere den Zeitgeist und setze ihn möglichst fruehzeitig in Trends um.“ Li Edelkoort verlässt sich dabei vor allem auf ihre Intuition, erst dann stellt sie ihr mögliche Begründungen und Philosophie gegenüber. Ihre Sensibilität gegenüber gesellschaftlichen Strömungen, politischen Entwicklungen und sozialen Veränderungen setzt sie als Werkzeug bei ihrer Arbeit ein.” (Quelle)
Dabei arbeitet Trendforschung ganz bewusst mit der Dualität von intuitiver Herangehensweise durch unser emotionales Erfahrungsgedächtnis und andererseits einem logisch-analytischen Zugang durch unseren Verstand. Die Psychoanalytikerin Maja Storch fasst das so zusammen: “Klug entscheiden heißt: Inhalte aus dem emotionalen Erfahrungsgedächtnis und bewusste Verstandestätigkeit miteinander zu koordinieren.”
Und so geht Li Edelkoort in ihren Analysen immer nach dem gleichen Prinzip vor. “Sie sucht Antworten auf die Fragen: Wie werden wir morgen leben? Was wollen die Menschen in Zukunft? Was sind ihre Wünsche, ihre Bedürfnisse? Wie muss ein Produkt beschaffen sein, damit es im Markt erfolgreich ist? Wie spricht ein Produkt die Sinne des Menschen an, wie wird die Lust zum Kauf geweckt” (Quelle)
Ihre Trendbücher sollen mehr als mood boards sein. Hier sammelt Sie Fotografien, Stoffmuster und Texte – und am Ende kommuniziert alles miteinander, so Edelkoort. So dekodiert sie systematisch Konsummuster und übersetzt sie in kurfristige und langfristige Trends.